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Gartenrecht

Grenzabstände für Nordrhein-Westfalen:


§ 41 Grenzabstände für bestimmte Bäume und Sträucher

(1) Mit Bäumen außerhalb des Waldes, Sträuchern und Rebstöcken sind von den Nachbargrundstücken - vorbehaltlich des § 43 - folgende Abstände einzuhalten:

Bäume


a) stark wachsenden Bäumen, insbesondere der Rotbuche (Fagus silvatica) und sämtliche Arten der Linde (Tilia), der Platane (Platanus), der Roßkastanie (Aesculus), der Eiche (Quercus) und der Pappel (Populus) -> 4,00 m

b) allen übrigen Bäumen -> 2,00 m

Ziersträucher


a) stark wachsenden Ziersträuchern, insbesondere dem Feldahorn (Acer campestre), dem Flieder (Syringa vulgaris), dem Goldglöckchen (Forsythia intermedia), der Haselnuß (Corylus avellana), den Pfeifensträuchern - falscher Jasmin - (Philadelphus coronarius) -> 1,00 m

b) allen übrigen Ziersträuchern -> 0,50 m

Obstgehölze


a) Kernobstbäumen, soweit sie auf stark wachsender Unterlage veredelt sind, sowie Süßkirschbäumen, Walnußbäumen und Eßkastanienbäumen -> 2,00 m

b) Kernobstbäumen, soweit sie auf mittelstark wachsender Unterlage veredelt sind, sowie Steinobstbäumen, ausgenommen die Süßkirschbäume -> 1,50 m

c) Kernobstbäumen, soweit sie auf schwach wachsender Unterlage veredelt sind -> 1,00 m

d) Brombeersträuchern -> 1,00 m

e) allen übrigen Beerenobststräuchern -> 0,50 m


(2) Ziersträucher und Beerenobststräucher dürfen in ihrer Höhe das Dreifache ihres Abstandes zum Nachbargrundstück nicht überschreiten. Strauchtriebe, die in einem geringeren als der Hälfte des vorgeschriebenen Abstandes aus dem Boden austreten, sind zu entfernen.

Hecken


§ 42 Grenzabstände für Hecken

Es sind mit Hecken - vorbehaltlich des § 43 -

a) über 2 m Höhe -> 1,00 m

b) bis zu 2 m Höhe -> 0,50 m

Abstand von der Grenze einzuhalten.

Das gilt nicht, wenn das öffentliche Recht andere Grenzabstände vorschreibt.

Verdoppelung der Abstände


Die doppelten Abstände nach den §§ 41 und 42, höchstens jedoch 6 m, sind einzuhalten gegenüber Grundstücken, die

a) landwirtschaftlich, gärtnerisch oder durch Weinbau genutzt oder zu diesen Zwecken vorübergehend nicht genutzt sind und im Außenbereich (§ 19 Abs. 2 des Bundesbaugesetzes) liegen oder

b) durch Bebauungsplan der landwirtschaftlichen, gärtnerischen oder weinbaulichen Nutzung vorbehalten sind.




Quelle: Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Gesetz zum Nachlesen:

  "Qualität ist Trumpf. Dies ist und bleibt unsere Devise"